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Geschichte der Sankt Blasius Kirche    

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Text entnommen aus der Homepage der Sankt Blasius Kirche

 www.sanktblasius.de/  

 

Unsere Sankt Blasius Kirche wurde im Mai 2011 fünfhundert Jahre alt. Sie ist das älteste Bauwerk in Friedrichroda. Unzählige Menschen haben hier Gottes Wort gehört, gebetet, gesungen, Trost gegeben und empfangen. Viel Segen ging und geht von diesem Haus in die Welt, gerade auch durch die Friedensgebete in den schweren Wochen des Oktober und November 1989.

Vom 7. bis 10. Mai 2011 feierte die Gemeinde das 500. Jubiläum der Grundsteinlegung. Mit Festgottesdienst, Konzerten, Ausstellung und Gemeindefest wurde das Ereignis festlich begangen. Fotos und Berichte dazu sind hier zu sehen.

Im Herbst 2010 begann man mit der Sanierung des Turmes und der Reparatur der Orgel. Der Kirchturm hat rechtzeitig zum Jubiläum ein Festkleid bekommen, einen neuen Putz, und eine restaurierte Turmuhr. Viele weitere Reparaturen waren nötig, damit der Kirchturm die nächsten Jahrhunderte überstehen kann.

So schön sieht der Turm nach der Sanierung aus:

Turm nach der Sanierung

und so war der Zustand des Turmes vorher:

                                                 

  

 

 

Unsere Kirche wurde erbaut zwischen 1511 und 1538. Eine Steintafel an der Südseite des Turmes erinnert an den Baubeginn:

 

„1511 am 10. Tage des Monats Mai ist

das Fundament dieses Turmes gelegt

worden zur Ehre Gottes und des

heiligen Blasius.“
 

  Steinplatte an der Kirche Friedrichroda

 

Eine Steintafel an der Ostseite (Giebelwand) trägt die Jahreszahl 1538. Da die Reformation vor 1530 eingeführt worden ist, nehmen wir an, dass die Kirche ca. 1527 geweiht worden ist.

 

Das Renaissancefenster an der Südseite der Kirche mit der Jahreszahl 1588 weist auf weitere Bautätigkeit hin.

1719 werden zwei Emporen eingebaut.    

 zwei emporen                                      

 

 

1797 entsteht die Orgel.

 

  

 

Der Taufstein stammt aus der Zeit des beginnenden 17. Jahrhunderts und ist aus Sandstein gefertigt.

 

  

 

Gründliche Erneuerungsarbeiten wurden in unserem Jahrhundert durchgeführt:

1930 - wird der Haupteingang durch den Turm geschaffen

 

   

 

 

1961 - erhält die Kirche eine neue Orgel (Jehmlich, Dresden) im alten barocken Gehäuse.

 

  

                                                                              .

Hauptwerk:
Quintade 16
Prinzipal 8’
Rohrgedeckt 8’
Oktave 4’
Spitzflöte 4’
Rohrnassat 2 2/3’
Waldflöte 2’
Mixtur 4-fach 1 1/3’
Trompete 8’
Oberwerk:
Holzgedeckt 8’
Prinzipal 4’Rohrflöte 4’
Oktave 2’
Sifflöte 1’
Sesquialter 2-fach
Zymbel 3-fach
Krummhorn 8’
 
 
Pedalwerk:
Subbass 16’
Oktavbass 8’
Choralbass 4’
Weitpfeife 2’
Mixtur 4-fach 2 2/3’
Posaune 16’
 
 
 

 

1962 - wird das Tonnengewölbe erneuert und zu einer Kassettendecke umgestaltet   

                 .

1967 - Weihe der letzten der vier nach dem Kriege neu erworbenen Glocken.

 

1976 - erfolgt eine gründliche Innenerneuerung. Dabei wird die zweite Empore entfernt.

 

1988 - werden umfangreiche Turmsanierungsmaßnahmen mit der Erneuerung der Turmkugel und der Wetterfahne abgeschlossen.

 

1999 - Innensanierung des Kirchenschiffes mit Freilage eines Freskos. Der Turmknopf wurde aufgrund von Instabilität demontiert.

 

Ebenfalls fand eine umfassende Restaurierung des Taufsteines statt.

 

2000 - Im Juni wurde der neuvergoldete Turmschmuck (Kugel & Wetterfahne) wieder aufgesetzt

2010/2011 Restaurierung des Turmes mit neuen Putz. 

Ende 2010 Die Orgel wird von der ortansässigen Orgelbaufirma Kutter gründlich repariert. Orgelbaumeister Kutter intoniert auch alle Pfeifen neu. Ostern 2011, nach der Winterpause, in der die Gottesdienste im Gemeindehaus stattfinden, erklingt die Orgel wieder im Gottesdienst. Im Jahr 2011 wird neben dem 500-jährigen Kirchenjubiläum auch das 50-jährige Bestehen der Orgel gefeiert, mit zahlreichen interessanten Konzerten.                                                                                       .

Unsere Kirche besitzt keine besonderen Kunstschätze. Sie wirkt durch ihre Helligkeit und Ruhe, die sie erleben, wenn sie einige Minuten in ihr Platz nehmen.

 blick auf den altar

  

Ausgangspunkt dieser Ruhe ist der Altar aus vorreformatorischer Zeit. Über ihm fällt die reich mit Gold verzierte Kanzel auf, von der feine Goldstreifen ausgehen und das Kirchenschiff umfassen – Zeichen dafür, dass die gottesdienstliche Gemeinde umgeben ist vom Lichtglanz des dreieinigen Gottes.

An der Wand hinter dem Altar befinden sich zwei Grabsteine, die an die beiden ersten evangelischen Pfarrer erinnern:

Pfarrer Volkmar Cordis   1530 – 1564

Pfarrer Johannes Coln    1564 – 1568

Weitere Grabsteine sind zum Andenken an den einst die Kirche umgebenden Friedhof außen angebracht.

 

 

   

 

An der Wand rechts im Altarraum fällt ein Tafelgemälde auf. Es stammt von dem Cranachschüler und Gothaer Hofmaler Michael Käseweis. Als Epitaph für den Konsul und Bürgermeister in Friedrichroda Johann Hoffmann geschaffen, der mit seiner Familie im unteren Teil des Bildes dargestellt ist (die Verstorbenen tragen Kreuze über ihren Köpfen), weist der Künstler angesichts der Macht des Todes auf die Auferstehung Jesu Christi hin (gemalt um 1618 nach dem Bericht Evangelium des Matthäus Kap. 28).

 

In der Sakristei befindet sich ein Kreuzigungsbild, gemalt 1929 von Frau Hertha Rudolph – Hoffmann, Berlin. In namenlosen Weh stehen drei Frauen unter dem Kreuz Christi. Tod und Trauer beherrschen die Darstellung. Aber am Horizont geht die Sonne auf und erfasst mit ihren Strahlen die gesamte Szene. Auch wenn die Frauen davon noch nichts merken: Christus wird auferstehen! Eine geheimnisvolle Hoffnung liegt über dem Bild, eine Hoffnung, die bis zum heutigen Tag Trost und Kraft zu verschenken vermag.

 

Von dieser Hoffnung leben auch die Gestalten am Fuße des Altars, die zum Gedenken an die Schrecken des ersten Weltkrieges aus Lindenholz geschaffen wurden von Herrn Prof. Wilhelm Achtenhagen, Friedrichroda 1934.

 

 

 Einer der Pfarrer aus Friedrichroda war Cyriakus Schneegass (1546-1597).

Von ihm stammt das schöne Lied "In dir ist Freude"

1. In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.

2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden,
wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.

Text: Cyriakus Schneegass 1598
Melodie und Satz:
Giovanni Giacomo Gastoldi 1591;
geistlich Erfurt 1598

 

 

Im Herbst 2010 wurde die Orgel durch Orgelbaumeister Bernhard Kutter, Friedrichroda und seine Mitarbeiter gründlich restauriert. Die Orgel spielt sich nun sehr präzise, die Windversorgung ist regelmäßig und die Töne sind klar.

 

Rechtzeitig zum 500-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung des Turmes am 10. Mai 2011 ist die Sanierung des Turmes abgeschlossen. Der Turm bekam u.a. einen neuen Putz.

Auf den Fotos ist das edle Aussehen des Turmes zu sehen.

Foto: Magdalena Kunz

Foto: Magdalena Kunz

 

Foto: Magdalena Kunz

 

Kirchenführungen       

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Immer wieder kommen Schulklassen, um die Kirche zu besichtigen. Die Kinder hören mit Spannung, was es alles in und um der Kirche zu sehen gibt.

Wenn die Sonne scheint, kann man die Uhrzeit an der Sonnenuhr ablesen:

"Gott, der Herr ist Sonne und Schild" steht auf dem Zifferblatt der Sonnenuhr. Frau Scheidemann erklärt den Kindern, dass die Sonnenuhr gerade eine Stunde nachgeht. Denn in Wirklichkeit ist es erst 7 Uhr, aber da wir derzeit Sommerzeit haben, ist es auf unseren Uhren schon 8 Uhr.

sonnenuhr

Hier ist noch ein älteres und deutlicheres Foto der Sonnenuhr.

Sonnenuhr  

Der Turm der Kirche ist 42 m hoch.

Turm mit Sonnenuhr

Kirche von der Lindenstraße gesehen

In der Kirche wollen die Kinder auch gerne ausprobieren, aus welcher Perspektive der Pfarrer am Sonntag auf die Gemeinde schaut. In Gruppen zu zweit dürfen alle einmal auf der Kanzel stehen.

 

Auch eine Orgelführung gibt es und die Kantorin erklärt, wie die Orgel funktioniert, wie viele Pfeifen sie hat und welche Klangfarben es gibt. Die Kinder singen gerade ein Lied vor.

Auch einen Blick in das Innere der Orgel darf man werfen. Zum Schluss wollen die Kinder noch ein Orgelstück hören.

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